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Die Hydrografik, also der Wassertransferdruck, ist eine Methode des dreidimensionalen Verzierens, die das Anlegen der Grafik mit hohem Detailgrad (Holzmaserung, Kohlestofffasern, Elemente der Tarnung und viele andere) auf die Oberfläche des Produktes ermöglicht. Der Endeffekt ist dauerhaft und obwohl die Stoffe dann wassergefährdet sein können, kommt es nicht zur Verblasung des Wassertransferdruckes.

Im Alltag haben Sie nicht einmal auf die Gegenstände gestossen, die mit Hilfe des Wassertransferdrucks verziert wurden. Als Beispiel dafür kann man „Holzmaserung“ auf dem Armaturenbrett von BMW oder Mercedes nennen. Das ist nicht anderes als Wassertransferdruck.

Diese Technologie hat nichts zu tun mit traditionellen selbstklebenden Folien, und ihre Haltbarkeit ist mit dem Lackanstrich vergleichbar; sie ist witterungs- und hochtemperaturbeständig.

Die Hydrografik zeichnet sich durch einen mit dem überzogenen Element ideal harmonisierten Aufdruck, eine hohe Fertigungsqualität und ein ungewöhnliches Design aus.

Erhältlich sind verschiedene Folien des Wassertransferdruckes, mit verschiedener Breite: 50cm, 60cm, 80cm , 90cm, 100cm, 120cm. Die Folie hat eine wasserlösliche Seite und die zweite, die sich unter Verwendung des Aktivators auflöst. Der Aktivator gibt das Muster in Form der sich über die Wasseroberfläche erhebenden Farbschicht ab. Danach genügt es, das Element im entsprechenden Winkel zu tauchen, ohne in das Muster mit großen glatten Oberflächen zu tauchen. Als nächstes soll man den organischen Überrest der Folie (glattes Gell) abspülen und mit einem farblosen Lack überziehen. 

WASSERTRANSFERDRUCK SCHRITT FÜR SCHRITT

DER SCHRITT 1: VORBEREITUNG

Versichern Sie sich, dass die Fläche des Gegenstandes trocken, staub-, fettfrei und auch von anderen Verunreinigungen frei ist. Reinigen Sie das Element und legen Sie die Handschuhe an, um die sekundäre Verunreinigung der Oberfläche vor der Farbenbelegung und der Beschichtung mit dem Wassertransferdruck zu vermeiden. Von diesem Moment an sollen Sie Ihr Gegenstand nicht ohne Handschuhe berühren. Dadurch werden die Fettteilchen aus den Fingern die Oberfläche nicht verunreinigen, was das Zusammenwirken von Oberfläche und Farbe ungünstig beinflussen und Probleme verursachen könnte. Mit Hilfe des Wischlappens reinigen Sie das Element und entfernen Sie alle Rückstände nach dem Schweißen vor dem Anlegen des Untergrundes. Auf diese Art und Weise wird das Element wirklich sauber und vorbereitet auf den nächsten Schritt im Verfahren des Anlegens der Hydrografik.

DER SCHRITT 2: UNTERGRUND

Der nächste Schritt in der Hydrografik ist der Untergrund. Legen Sie zuerst den Untergrund so dünn wie möglich auf die Oberfläche des Elements an. Warten Sie 10 Minuten ab und legen Sie eine etwas dickere Schicht an. Warten Sie noch 10 Minuten und legen Sie jetzt eine Schicht auf, die konzeptionell die letzte Schicht sein soll. Vermeiden Sie rache Bewegungen beim Auftragen der Farbe, weil es das zu ungünstigen Reaktionen während des Verdampfens des Lösungsmittels und der Bindung der Farbe mit dem Untergrund kommen kann. Wenn das Element weiterhin nicht gleichmäßig mit der Farbe bedeckt ist, tragen Sie weitere Schichten auf, bis Sie mit dem Endeffekt zufrieden sind und das ganze Element mit dem Untergrund gleichmäßig bedeckt wird. Sämtliche Lacknasen können nach dem Austrocknen des Untergrundes durch das feine Abschleifen mit dem Schmirgelpapier beseitigt werden. Jetzt sollen Sie eine Stunde warten, bis das Element völlig trocken ist. Nach dieser Zeit ist das Element auf den nächsten Schritt im Verfahren des Anlegens der Hydrografik vorbereitet.

DER SCHRITT 3: BASISUNTERGRUND

Der nächste Schritt im Verfahren des Anlegens der Hydrografik ist das Auftragen der entsprechenden Basisfarbe der Farbe. Wenn Ihre Folie transparent gemustert ist, ist der Farbton der Farbe bei der Erzielung des Endeffektes von Bedeutung. Ähnlich wie im Fall des Untergrundes, vermeiden Sie, zu große Menge der Farbe innerhalb einer Schicht aufzutragen. Tragen Sie nacheinander dünne Schichten der Basisfarbe in 10-Minuten-Abständen auf. Vor Beginn der nächsten Tätigkeiten in Bezug auf das Anlegen der Hydrografik, lassen Sie das Element für ca. 1 Stunde, bis es völlig trocken wird.

DER SCHRITT 4: TAUCHEN

Das ist mit Sicherheit ein beliebter Teil des ganzen Prozesses. Das Element ist schon fast völlig vorbereitet, um es im Muster des Wassertransferdruckes zu tauchen. Verwenden Sie das Maskierband, um die Ecken des Elements zu schützen. Lassen Sie die über die Ecken Ihres Elements hinausragenden Teile des Maskierbandes, wodurch die Folie während des Tauchens im Wasser auf dem Band „gebrochen“ wird, und nicht auf dem Rand Ihres Gegenstands - wenn also irgendwelche Probleme auftreten, werden sie dort sichtbar, und nicht auf Ihrem Element.
Wenn Ihr Element irgendwelche Bereiche hat, die einen heftigen Wasserdurchfluss ermöglichen, schützen Sie sie auch mit Hilfe des Maskierbandes. Dadurch wird das Wasser an diesen Stellen nicht allzu schnell durchfließen und das Muster an diesen Stellen weder ausdehnen noch deformieren. Legen Sie die Folie auf dem bis zur Temperatur des Verfahrens d.h. 30˚C erhitzten Wasser, und vergewissern Sie sich, dass unter der Folie keine Lufblasen entstanden sind. Die Folie dehnt sich unter Wassereinfluss etwas aus und füllt die Oberfläche aus, in der sie bei der Verwendung des Aktivators aufgebracht wurde. Mit dem angefeuchten Zeigefinger und dem Daumen drücken Sie die Folienecke. Die Seite, die sich an die Finger klebt, ist wasserlöslich. Die Folie muss an dieser Seite auf das Wasser gelegt werden. Lassen Sie die Folie auf dem Wasser ca. 60 Sekunden liegen, bevor Sie mit dem Sprühen des Aktivators beginnen. Sprühen Sie vorsichtig den Inhalt der Büchse auf die auf dem Wasser liegende Folie. Ist die Folie sehr glänzend und verhält sich wie ein flüssiger Stoff, der sich über dem Wasser erhebt, sind Sie auf den nächsten Schritt vorbereitet. Tauchen Sie das Element im Behälter ein und passen Sie auf, dass es die Wasseroberfläche nicht flach berührt.
Sie können den Winkel entsprechend anpassen, in dem Sie Ihren Gegenstand in die Flüssigkeit eintauchen. Danach nehmen Sie das Element heraus und spülen Sie die Rückstände der PVA-Folie ab. Das Abspülen soll ca. 5 Minuten dauern, nach dieser Zeit sollen auf dem Element keine Folienrückstände verbleiben und es soll nicht mehr klebend sein.

DER SCHRITT 5: KLARLACK

Wir befinden uns fast am Ende des Verfahrens. Nach gründlichem Abspülen des Elements mit der aufgebrachten Hydrografik, soll man es an der Luft völlig trocknen lassen, danach mit Klarlack beschichten. Es ist sehr wichtig, zuerst den Lack hauchdünn zu verteilen. Das Auftragen einer zu großen Menge des Lackes kann zu Reaktionen mit der Farbe führen und somit das Kräuseln des aufgebrachten Wassertransferdruckes verursachen. Nach dem Auftragen der ersten dünnen Lackschicht soll man das Element für ca. 15 Minuten trocknen lassen. Dann in 15-Minuten-Abständen tragen Sie weitere Lackschichten auf, bis Sie den gewünschten Glanz- und Glättewerte erzielen.

 
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